Zum Tod von Alfred Hablützel

05.03.2026

Ein Nachruf auf Alfred Hablützel, der teo jakob visuell prägte und Schweizer Gestaltung international sichtbar machte.

Nach seiner Lehre als Tapezierer Dekorateur und seiner Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Zürich bei Johannes Itten und Willy Guhl begann Alfred Hablützel 1955 die Zusammenarbeit mit teo jakob. Dort entwickelte er die visuelle Kommunikation über Generationen hinweg und schuf die rote Helvetica Wortmarke, die bis heute das Erscheinungsbild des Unternehmens bestimmt.

Seine Arbeit lebte vom Experiment und vom Austausch. So entstand in Zusammenarbeit mit Bernhard Luginbühl aus ausgemusterten Kugelhängeleuchten die Tischleuchte «Luna». Mit Teo Jakob, Robert Haussmann, Hans Eichenberger und Kurt Thut wirkte er an «Swiss Design» mit und vermittelte Schweizer Gestaltung international, von der Zeitschrift «Interieur» bis zu Ausstellungen im Centre Pompidou.

Auf dem Bild ist das Eröffnungsplakat von teo jakob Genf zu sehen: «Meubles modernes» (1957). Die Lithografie verzichtet auf Raumillusion. Schrift und Fläche tragen die Aussage. Die Möbel erscheinen als Haltung, nicht als Abbild.

zurück zu den News


To the top
Schliessen